logi1974 - Hasenbär auf Reisen
Hasenbär auf Reisen

1575 posts

Namibia 2020 Tag 5 Teil 2

Namibia 2020 🤗  Tag 5 Teil 2

Herrschaften und Oukies!

Heute Nachmittag hatten wir schon wieder Termine, was ist das ein Stress hier in Swakopmund....

image

Den ersten Termin hatten wir mit unserer Waschmaschine, also, natürlich der in unserer Ferienwohnung. Man glaubt ja gar nicht, was in den paar Tagen, die wir unterwegs sind, schon wieder an Dreckwäsche angefallen ist...

image

Den zweiten Termin hatten wir als “Hausbesuch”! Ariane von der Eagle Rock Farm hatte mir freundlicherweise den Namen und die Telefonnummer ihrer Bezugsquelle der Prickly Pear Produkte verraten.

image

Natürlich habe ich dort gestern sofort eine Nachricht geschrieben - und die Dame war wirklich super nett. Die Familie wohnt ebenfalls im Stadtteil Kramersdorf und hat sich sofort bereit erklärt bei uns vorbeizukommen, wenn sie mit ihrem Hund loszieht. Toll oder?

image

So kamen wir jetzt noch zu 5 weiteren Flaschen Prickly Pear Syrup und 3 Gläser von dem leckeren Gelee habe ich auch gleich noch bestellt. Sie hat uns auch noch verraten, dass am Samstag Vormittag an der Gärtnerei ein Bio-Bauernmarkt wäre....

image

....und ich weiß auch jetzt schon, was wir wohl am Samstag Vormittag spannendes vorhaben. Es könnte irgend etwas mit Biomarkt zu tun haben! 

image

Trudi und Karl verrieten uns heute auch noch, dass Jeanette, die Tochter, mit der Familie inklusive Hund ab heute Abend wieder zu Besuch kommen. Die wohnen dann, wie immer, oben in der Ferienwohnung.

image

Das freut uns natürlich besonders, da wir uns ja jetzt 2 lange Jahre nicht mehr gesehen haben. Wie schön! Allerdings finden diese Besuch bei den Katzen nicht immer so großen Anklang....

image

....denn zur Familie gehört auch ein Dackel und in diesem Fall verbringt Teddy, der Kater, seine kostbare Katzenzeit dann doch lieber bei uns. Promt saß er auch wieder an der hinteren Tür.

image

Beim letzten Mal, also vor 2 Jahren, war es so schlimm, dass er sich ständig irgendwo in unserer Ferienwohnung versteckte. Dackel sind einfach nicht sein Ding! Minka, das Katzenmädchen, ist da deutlich entspannter.

image

Anschließend ging es noch einmal zum Einkauf in die Stadt: die erste Station war die Buchhandlung mit dem typisch afrikanischen Namen “Die Muschel”. Als wir da durch die Tür kamen, wusste die Inhaberin sofort worum es ging: den Kalender der AZ.

image

Wir wollten ihn eigentlich an der Geschäftsstelle der AZ/Namibian, in der ehemaligen Poststraße, kaufen. Aber da war mal wieder - wen wunderts - geschlossen. Ob wegen Reichtums konnten wir nicht in Erfahrung bringen....

image

In der Muschel konnten wir dann die von einer lieben Bekannten aus dem Namibia Forum bestellten Kalender erwerben. Stückpreis in diesem Jahr 235 NamDollar. Waren die schon immer so teuer? Eine AZ und ein paar Karten plus Briefmarken komplettierten den Einkauf dort.

image

Allerdings fanden wir es sehr befremdlich, dass in dem Buchladen niemand - und ich meine Niemand - eine Maske trug. Im weiteren Gespräch gewannen wir den Eindruck, dass es sich bei der Inhaberin auch um eine dieser Querdenker handelt. 

image

Sie findet das alles völlig übertrieben und die Deutschen sind völlig hysterisch, haben grundlos Angst usw. Was soll man dazu sagen? Noch dazu, wo erst gestern der Präsident mahnende Worte an sein Volk gerichtet hat.

image

Weiter ging es durch die Stadt und noch einmal in den Supermarkt. Irgendwas war da doch mit einem Handfeger, hatte ich so dunkel in Erinnerung....

image

Auf dem Parkplatz fiel mir sofort ein Buschcamper von Savannah Car Hire auf: das können nur Deutsche sein. War auch so, die dazu gehörigen Touristen waren gerade beim Großeinkauf für ihre Tour. 

image

Wir haben zu dem Handfeger noch zusätzlich große Mülltüten gekauft. Darin werden wir wohl ab nächster Woche unser Gepäck eintüten, damit es nicht wieder so einstaubt.

image

Ein paar Lebensmittel fielen uns ebenfalls noch in den Wagen, da wir bei diesem Aufenthalt in Swakopmund fast ausschließlich auf Selbstversorgung setzen. Erstens ist unser geliebtes Restaurant im Hansa-Hotel sowieso zu ....

image

.....und zweitens sind uns die Hygienekonzepte der Betriebe einfach zu ungenügend. Da ist noch viel Luft nach oben.  Man sieht bzw. liest es ja jetzt schon, das Infektionsgeschehen verlagert sich langsam aber sicher von Windhoek, bedingt durch die Sommerferien, nach Swakopmund.

image

Naja, wenn der Hauptstrom der namibischen Urlauber, die hier in die Sommerfrische wollen, eintrifft, sind wir schon wieder unterwegs - weiter in den Norden.

image

Wir machen uns noch ein paar schöne Tage hier in Swakopmund mit unseren lieben Freunden und dann geht es weiter. Lassen wir uns überraschen, wie es in den anderen Unterkünften im weiteren Verlauf unserer Reise aussieht...

image

Am Eingang zum Supermarkt wurde jedenfalls heute schon wieder Temperatur gemessen und ein Mitarbeiter war eigens dafür zuständig jeden Kunden mit Desinfektionsspray zu besprühen.

image

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man darüber lachen. Aber, da gibt es überhaupt nichts zu lachen....

image

Lekker Slaap!

Angie, Micha und der Hasenbär

  • oldwomen1968
    oldwomen1968 liked this · 4 years ago
  • perfectlyglitterypeach
    perfectlyglitterypeach liked this · 4 years ago
  • summerobserver
    summerobserver liked this · 4 years ago
  • logi1974
    logi1974 liked this · 4 years ago

More Posts from Logi1974

4 years ago

As many may know, Namibians absolutely LOVE their beer, it ignites our patriotism. Namibian Breweries are celebrating the 100th year of their existence. This historic milestone, coincides with the launch of the book, Namibia Our Country Our Beer. What better way to commemorate this company's eventful history and exciting development than with a publication focused on telling the story of Namibian beer. This book will delve deeply into the history of beer in the country and will celebrate the incredible successes. Author Bernd Masche shares over 30 years of personal experiences as well his knowledge about how our beer has become a favourite!   Cheers to you, Namibia Breweries!

Wie viele vielleicht wissen, lieben Namibier ihr Bier, es entzündet quasi den Patriotismus. Namibische Brauereien feiern zur Zeit das 100. Jahr ihres Bestehens. Dieser historische Meilenstein fällt mit der Veröffentlichung des Buches Namibia Our Country Our Beer zusammen. Gibt es einen besseren Weg, um an die ereignisreiche Geschichte und die aufregende Entwicklung dieses Unternehmens zu erinnern, als mit einer Veröffentlichung, die sich darauf konzentriert, die Geschichte des namibischen Bieres zu erzählen? Dieses Buch wird tief in die Geschichte des Bieres in diesem Land eintauchen und die unglaublichen Erfolge feiern. Der Autor Bernd Masche teilt über 30 Jahre persönlicher Erfahrungen und sein Wissen darüber, wie unser Bier zu einem Favoriten geworden ist!  Prost, Namibia Breweries!

image
image
image
image
image
image
image
image

Tags :
4 years ago

Namibia 2020 🤗 Tag 3

Herrschaften und Oukies!

Hach was geht es uns gut. Um 7.30 Uhr stellte uns Ariane den Early Morning Coffee auf unsere Terrasse. Fabelhaft! So genossen wir den Kaffee und die Kühle des anbrechenden Tages und schauten meditativ über die Berge.

image

Wir werden heute den Tag auf der Farm verbringen. Ariane hat uns den Weg zu 2 Wasserlöchern geschildert. Dort werden wir später noch die Wildkamera installieren. Ansonsten steht noch Relaxen und Pool auf dem Programm für heute.

image

Die Geschichte zur Farm ist super interessant: 

Ein gewisser Helmut Bleks, Manager der Firma Rexroth, wollte nach einem Herzinfarkt gemeinsam mit seiner Frau ursprünglich zu einer Weltreise aufbrechen. Bereits bei der ersten Station in Windhoek/Namibia änderte das Paar seine Pläne und kaufte sich eine Farm um fortan die Weite und Ruhe zu genießen. Das war im Jahr 1972.

image

Die Blecks waren über das schlechte Ausbildungssystem im Lande entsetzt. Um den Kindern der Farmarbeiter zumindest eine Grundausbildung zukommen zu lassen, gründete Helmut Bleks eine Freiluftschule im Schatten eines Kameldornbaums. Das machen viele Farmbesitzer bis heute noch so. Traudel Bleks nahm im Wohnzimmer ihrer Farm den Unterricht von neun Kindern ihrer schwarzen Farmarbeiter auf.

image

Sehr schnell erkannten die Farmersleute der Nachbarschaft die Ausbildungserfolge und baten um Erweiterung der Schule. Weil Kinder und Lehrer abends oder an Wochenenden nicht nach Hause gelangen können, entstand zudem noch ein Schuldorf.

image

Später schenkte Helmut Bleks, inzwischen 84 Jahre alt, die Schule 2005 dem namibischen Staat. Leider blieb das Versprechen, die Schule dauerhaft zu unterhalten, unerfüllt. Schüler und Personal lebten wirklich in menschenunwürdigen Verhältnissen. Die Schule stand vor dem Aus. „Mr. Helmut“, wie er in Afrika liebevoll genannt wurde, verstarb im Jahr darauf (2006).

image

Nach den entspannenden Stunden heute Mittag am Pool zauberte uns Ariane noch eine kalte Platte als Snack. Diese “kleine” kalte Platte hätte auch für mindestens 4 Leute gereicht.

image

Ursprünglich hatten wir überlegt noch runter zum Daan Viljoen Park zu fahren und dort einen Gamedrive am Nachmittag zu machen. Doch das lohnt sich offenbar nicht mehr. Es soll wohl inzwischen mal wieder - nach der kostspieligen Renovierung von 2012 - alles herunter gekommen sein. Der ehemalige Tierbestand ist entweder abgehauen oder wurde gewildert und die Angestellten machen den Laden meist gar nicht mehr auf, weil sie keinen Bock haben. Ein Trauerspiel!

image

So wurschtelten wir in unserem Chalet umher und machten ein schönes Schläfchen am Nachmittag. Gestern hatten wir erst noch Bedenken wegen der doch recht harten Betten, doch das erwies sich als völlig grundlos. Wir schliefen wirklich bestens. Mal abgesehen davon, dass wir immer noch das Gefühl der Gesichtsmaske um den Mund herum verspüren. Ist das nicht verrückt? Da trägt man so um die 20 Stunden die Maske und hat anschließend “Phantomschmerzen”.

image

Am Nachmittag kam heftiger Wind auf und brachte Regen. Was war die Luft anschließend wunderbar klar. Wir saßen mit den Stühlen an der Tür der Terrasse und sahen dem Regen zu. So geht abschalten im Urlaub!

image

Zum Abendessen gab es gefüllten Gemsquash. Diese Kürbissorte lieben wir ja sehr. Leider ist er bei uns nur sehr schwer zu bekommen. Wen man Glück hat findet man einen türkischen Lebensmittelhändler, der den im Sortiment hat.

image

Als Hauptgang gab es die leckeren Oryx-Rouladen für die Ariane so berühmt ist. Was waren die zart! Ein Gedicht! Für morgen haben wir gleich mal Gamefleisch zum Mitnehmen bestellt. Das packen wir in die Kühlbox zu dem Käse, der auch mit nach Swakopmund muss.

image

Jetzt packen wir schon wieder unseren Krempel zusammen, denn morgen geht es bereits weiter nach Swakopmund.

Noch ein Hinweis in eigener Sache: ich bin aktuell nicht über meine normale Handynummer erreichbar, da ich wie immer eine namibische SIM Karte eingelegt habe, um die horrenden Roamingkosten zu umgehen. Es ist aber über unseren Festnetzanschluss eine Rufumleitung installiert, die nach 25 Sekunden dann auf mein Handy hierhin umleitet - nur für den Fall, dass uns jemand zu Weihnachten/Silvester anrufen möchte. Ansonsten normale Email schicken.

Lecker Slap!

Angie, Micha und der Hasenbär


Tags :
4 years ago

(via)

4 years ago

Whilst Covid-19 has taken a terrible and very public human toll, the effects on wildlife are yet to be played out. Some stories out there have referenced that Covid-19 has allowed nature to regenerate itself – but these are not our findings. With income from AfriCat supporters and Okonjima guests at near nil, our world has turned upside down. And the most heart-breaking issue – rising poaching across the country. Everything is being poached – at the moment, mainly for food.

Während Covid-19 einen schrecklichen und sehr offensichtlichen menschlichen Tribut gefordert hat, müssen die Auswirkungen auf wild lebende Tiere erst noch ausgewertet werden. Einige Geschichten haben darauf hingewiesen, dass Covid-19 es der Natur ermöglicht hat, sich selbst zu regenerieren - aber dies sind nicht unsere Erfahrungen. Mit den Einnahmen von AfriCat-Unterstützern und Okonjima-Gästen gegen Null hat sich unsere Welt auf den Kopf gestellt. Und das herzzerreißendste Problem - zunehmende Wilderei im ganzen Land. Alles wird gewildert - im Moment hauptsächlich zum Essen.

image
image
image
image
image
image
image
image
image
Whilst Covid-19 Has Taken A Terrible And Very Public Human Toll, The Effects On Wildlife Are Yet To Be
image
Whilst Covid-19 Has Taken A Terrible And Very Public Human Toll, The Effects On Wildlife Are Yet To Be

Tags :
4 years ago

Namibia 2020 🤗 - Tag 5 Teil 1

Herrschaften und Oukies!

Heute Morgen waren wir um 9 Uhr zu einer "Mineralientour" am und um den Rössingberg verabredet. 

image

Als Tourguide hatten wir uns Hans-Dieter Göthje ausgesucht. Dieser war uns wärmstens empfohlen worden und mit ihm waren wir auch wirklich gut beraten.

image

Hans-Dieter ist ein Swakopmunder Urgestein. Er selbst war 21 Jahre im Stadtrat tätig und dann noch weiter im Regionalrat der Erongoregion. Einige Jahre war er sogar der Bürgermeister von Swakopmund! Wenn der sich hier nicht auskennt - wer bitteschön dann!

image

Der Großvater Göthje kam mit der Woermann Linie ins Land. Er war dort als Schiffsstewart tätig und beschloss eines Tages ebenfalls sein Glück in der deutschesten aller deutschen Städte - in Swakopmund - in Deutsch-Südwest zu machen.

image

Anhand dieser sehr spannenden Vita lässt sich schon erahnen, das Hans-Dieter der Risikogruppe - wie es ja zur Zeit so schön umschrieben wird - angehört. Dennoch balancierte er teilweise mit schlafwandlerischen Sicherheit durchs Geröll.

image

Erstaunt waren wir, dass wir mit Gesichtsmaske abgeholt wurden und auch am Fahrzeug war ein nicht zu übersehender Hinweis angebracht! Hans-Dieter ärgert sich im übrigen sehr über die ganzen Ignoranten im Lande, die Namibia nun auch wieder steigende Zahlen bescheren.

image

Auch für ihn waren wir die ersten Gäste seit einem 3/4 Jahr und er hat sich total gefreut, dass wir ausgerechnet ihn ausgesucht und angeschrieben haben.

image

Wir fuhren ungefähr 35 Kilometer aus Swakopmund heraus und drehten dann in Höhe der 1991 links zum Rössingberg ab und passierten die Bahnlinie, die natürlich auch noch auf die deutsche Zeit zurückzuführen ist.

image

Kurz darauf passierten wir ein natürliches Wunder: mitten in der Wüste scheint es unterirdische Quellen zu geben, die ein Wasserloch speisen. Den Hufspuren nach zu urteilen muss da auch richtig was los sein.

image

Linker Hand lag die Split Mine und als nächstes passierten wir einen Marmorsteinbruch, dessen Statuen uns schon von weitem grüßten.

image

Richtig spannend wurde es an unserem nächsten Haltepunkt: Glimmerschiefer! Uns war total neu, dass das Zeug mal in so einem großen Stil hier abgebaut wurde. Hans-Dieter erklärte uns die früheren Verwendungszwecke als Dämmmaterial.

image

Hunderte an nicht abtransportierten Eisenfässern, bereits schon gefüllt mit dem Glimmerschiefer, wurden hier quasi von heute auf morgen in der Wüste stehen und liegen lassen, als man in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts den Abbau aufgab.

image

Verrückt! So weit das Auge reicht liegen dort in einer tektonischen Senke diese rostigen Fässer aus einer anderen Zeit.

image

Der nächste Punkt unserer heutigen Tour war ein weiterer verlassener Marmorsteinbruch. Hier wurde im wesentlichen grüner Marmor abgebaut. Schon bei der Anfahrt dorthin sah man überall Stellen im Geröll aus denen leicht türkisfarbene Steine hervorguckten.

image

In der Marmormine selber zeigt und erklärte uns Hans-Dieter mittels einer einfachen Flasche Wasser aus der Coolbox, wie der grüne Marmor später - nach dem aufwändigen Bearbeitungsprozess - kräftig an Farbe dazu gewinnt. Spannend, wie durch das einfache begießen mit Wasser die Farbe plötzlich für einen kurzen Moment dunkelgrün aufleuchtet.

image

Gut zu erkennen waren immer noch die verschiedenen Methoden mit denen man versuchte - mit unterschiedlichem Erfolg - dem begehrten Stein habhaft zu werden. Hier sah man Bohrlöcher, dort war zu erkennen, wie riesige Sägeblätter den Marmor geschnitten haben mussten.

image

Wir lernten, dass im Gebäude des UNO Headquarters Wände mit grünem Marmor verkleidet wurden, passend zu der grünen Verglasung.

image

Als Nebenprodukt fielen wunderschöne Gesteinsformationen ab, teilweise mit tollen Rosetten und Adern oder Clustern aus Halbedelsteinen.

image

Als nächstes ging es zu einer stillgelegten Rosenquarzmine. Auf dem Weg dorthin erklärte uns Hans-Dieter die Bedeutung dieser Steinhaufen, aus denen oft auch ein Schild heraus ragt: auf diese Art und Weise steckt man seinen Claim ab. 

image

Auf das Schild schreibt man seinen Namen und eventuell noch das Datum, wann die Schürflizenz erteilt wurde - falls es denn überhaupt eine gibt, denn oft wird einfach schwarz gebuddelt.

image

Zwischendurch machten wir noch Halt um die giftigen Kandelaber-Euphorbien zu bestaunen. Hier lernten wir wieder etwas dazu! Nämlich: jeder Abschnitt der Pflanze steht für eine Regenperiode. Je länger und besser die Regenzeit ausfiel, um so größer wächst der entsprechende Abschnitt. Also, quasi so ähnlich wie bei den Bäumen.

image

Außerdem bewunderten wir noch die Buschmannskerzen, die hier richtig groß wachsen. Endlich konnten wir sie auch mal in der Blüte erleben. Hübsch sind die! Glaubt man gar nicht, dass da aus diesem trockenem Gestrüpp plötzlich Blüten wachsen.

Namibia 2020 - Tag 5 Teil 1

Der letzte Stopp fand bei einem Feld bzw. Berg mit Blut Descloizit statt. Aus diesem Gestein werden hübsche Schmuckstücke gefertigt. 

Namibia 2020 - Tag 5 Teil 1

Hans-Dieter wunderte sich darüber, dass wir nicht wie die anderen Gäste auf dem Boden rumkrochen und Steine sammelten. Wir wären die Ersten, die nix aufsammeln würden.

Namibia 2020 - Tag 5 Teil 1

In der Ferne konnten wir noch die ehemaligen Unterkünfte der Arbeiter erkennen. Irgendwo müssen die ja gewohnt haben. Diese Unterkünfte sollen jedoch von den illegalen Schürfern immer noch bewohnt werden.

Namibia 2020 - Tag 5 Teil 1

Nach 4 1/2 Stunden endete unsere super informative Tour, von der wir keine Sekunde bereut haben. Hans-Dieter lieferte uns wieder wohlbehalten an unserer Ferienwohnung in Swakopmund ab. 

image

Für den Sonntag haben wir uns noch einmal verabredet, dann soll es eine historische Stadtführung durch Swakopmund geben.

Es grüßen

Angie, Micha und der Hasenbär


Tags :