Deutsche Lyrik - Tumblr Posts

1 year ago
A Little Thing I Did For One Of My Recent Favorite Songs. If You Know This Song And This Band, You Are

a little thing I did for one of my recent favorite songs. If you know this song and this band, you are AWESOME!!

the blue text (German) is the original, the black text is my translation.


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1 year ago

Ich weiß nicht..

Ich vermiss ihn.

Will bei ihm sein.

Kann nicht loslassen.

Verliebt sein ist heimtückisch.

Ein zweischneidiges Schwert, eine Seite schärfer als die andere.

Es schneidet tief in mein Fleisch, bis Blut hervorquillt und meinen Arm herunterinnt.

Der Schmerz ist unerträglich.

Er macht mich zappelig und flehend.

Flehend nach Nähe, Wärme und Berührung.

Seine Lippen auf meinen, die Hand an meiner Hüfte, seinen Geruch in meiner Nase.

Seine Nähe heilt den Schnitt in der Haut und gibt mir Sicherheit.

Es lässt das Blut zurück in die Wunde fließen und seinen eigentlichen Weg durch die Adern suchen.

Ich vermisse ihn.

Ich weiß nicht...


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1 year ago

Vernunft

Ist es vernünftig sich deinen Blick auf meinem Körper zu wünschen?

Wie deine Augen meine Kurven verzehren und du schlucken musst vor Lust und unheiligen Gedanken.

Es ist eine Qual, wie ich versuche zu überleben ohne deine Finger auf meiner Haut.

Für den Moment scheint dein Sein zu weit, um auch nur ein Wort mit mir zu wechseln, wie also sollst du mein Verlangen verstehen?

Die Vernunft ist einzig meine Stütze nicht in Verrücktheit zu versinken.

Doch sag mir eins, ist es vernünftig sich deinen Blick auf meinem Körper zu wünschen?


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5 years ago

Manchmal schaue ich mich geradeaus im Spiegel an und erkenn mich selber nicht.

Also, ich erkenne schon das es ich bin, aber irgendwo zwischen Augen und Spiegel und Gehirn muss da wohl etwas verloren gehen, sodass ich mir selber so fremd vorkomme. Gestern sah ich noch ganz anders aus. War ich nicht hübscher gewesen? Sah ich denn nicht jünger aus?

Ich drehe dann meinen Kopf, und sehe eine familiärität in der Kurve meiner Nase und der Spitze meines Kinnes und das beruhigt mich. Ok, denk ich mir, es ist offensichtlich mein Gesicht, aber was ist denn so anders daran, dass das was gestern normal war mich heute zum stolpern bringt.

Meine Nase sieht gleich aus. Meine Haare haben immer noch die selben Wellen und meine Lippen können sich in den selben krummen Lächeln formen, den ich seit Jahren lächle. Meine Zähne, meine Haut, meine Ohren - nichts verändert. Meine eine Augenbraue ist immernoch nicht dem anderen gleich, und so gehört es sich auch. Die Pickeln von gestern sind auch die Pickeln von heute; ob es ein paar mehr or ein paar weniger sind, fällt mir nicht auf.

Ahh. Die Augen also. Die Augen müssen es sein. Alle meinen doch immer, anhand der Augen einer Person kann man ihnen in die Seele sehen. Doch meine Seele muss wohl heute nicht zuhause sein, weil als ich mich über dem Waschbecken vorlehne und mich näher im Spiegel mustere, starrt mein Spiegelbild blank zurück. In meinen Augen erkenne ich keine Emotion wieder weil ich es nicht gewöhnt bin an meinem eigenen Gesicht Emotionen zuzuordnen, sage ich mir, nichts ist mit dir falsch.

Aber wer bist du überhaupt?

Bist du deine Ohren? Deine Nase, dein Mund? Wirst du in den Augen anderer definiert durch deine Haare, deine Wimpern, dein Kinn? Bist du dann auch deine Fingerspitzen, oder deine Knie? Bist nur dein Gehirn? Bist du die Augen, wohinter sich eine Seele versteckt in der hilflosen Hoffnung du wirst sie nicht suchen? Bist du nur dass, was andere in dir sehen? Ist es denn egal, wie du dich selber fühlst, was du selber siehst?

Wie Existenziell, denk ich mir, und nimm ein Schritt zurück.

Ist doch egal, endscheide ich mich. Soll es doch egal sein, was ich weiß und nicht weiß. Wenn ich doch nicht verstehe, was mit der Information zu tun ist, wenn ich doch selber es nicht verstehe, dann sollte es egal sein, wer im Spiegel zurückschaut.

Vielleicht ist es nicht, dass ich mich heute zum ersten Mal neu sehe, doch nur, dass ich mich heute zum ersten Mal so sehe, wie ich eigentlich gestern war.


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